Header image  
Information über Zouk und Tanz für deutschsprachige Interessierte.  
line decor
  
line decor
<  
 
 
 

 
 
Historie

Zouk ist eine Musikrichtung im rhythmischen Stil, die auf den französischen Inseln Guadeloupe und Martinique entstanden ist. Sie hat ihre Wurzeln in der Kompa-Musik aus Haiti und der Kadans-Musik von der kleinen Antilleninsel Dominica – die nicht mit der Dominikanischen Republik zu verwechseln ist – und wurde unter anderem durch Musikgruppen wie Grammacks und Exil One (beide aus Dominica) populär gemacht.

Zouk bedeutet „Party“ oder „Fest“ in der lokal genutzten kreolischen Sprache, die durch die französischen, englischen und afrikanischen Einflüsse geprägt ist. In Europa ist Zouk in Frankreich sehr populär, wobei es in Deutschland noch deutlich hinter der Salsa-Welle liegt. In Nordamerika ist Zouk besonders in der kanadischen Provinz Quebec populär, während sich auf den afrikanischen Inseln des Kap Verde eigene Stilrichtungen von Zouk entwickelt haben.

Der Musikstil Zouk wurde in der ersten Hälfte der 1980er Jahre erfunden, als viele verschieden Stile wie Kompa, Balakadri unterstützt vom Rhythmus der Tänze, wie Bal Granmoun, Mazurka, Biguine, französischem und amerikanischem Pop, Kadans, Gwo KA und anderen einheimischen Tänzen verschmolzen wurden. Zu weitere Popularität verhalfen in New Jersey eine Band namens „the Roast Beef Curtains“ und in Leavenworth, Kansas die Gruppe „Video Nasty“.

Die Hauptband dieser Periode ist allerdings die Gruppe Kassav', deren Mitglieder aus Guadeloupe und Martinique kommen. Sie gaben dem Stil einen pankaribischen Ton, indem sie Elemente aus den Musikrichtungen Kompa, Reggea und Salsa aufnahmen, wodurch sie dann eine der berühmtesten Bands dieses Genre wurden. 1979 wurde die Band von Pierre-Edouard Décimus, einem erfahrenen Profimusiker, der dann lange Zeit mit Freddy Marshall zusammen gearbeitet hat gegründet. Zusammen habe sie 1980 das erste Album „Love and Ka Dance“ herausgebracht und damit Zouk endgültig etabliert. Sie setzten ihre Arbeit sowohl als Gruppe, als auch in Form von Solokarrieren fort, um schließlich 1985 mit Yélélé zu kulminieren, was sich im internationalen Erfolg von „Zouk la sé sèl médickaman no uni“ zeigte.

Mit diesem Erfolg wurde Zouk sehr schnell die weit verbreistete Form an neuen und „verrückten“ Tänzen, die es gab. Zouk wurde weit über die Grenzen hinaus auch in Europa und Asien bekannt für seine wilden und theatralischen Konzerte, die fest verbunden mit bunten Kostümen, speziellen Effektbrillen und sonstigen Extravaganzen waren.